Die 3 größten Fehler einer Firmenwebseite und wie Sie diese vermeiden.

Hier in Video- und hier in Audioform:

Mehr Kunden und mehr Umsatz – wer will das nicht?

Fakt ist jedoch, dass 90% der Unternehmenswebseiten in Deutschland bares Geld auf den Tisch liegen lassen und die Möglichkeiten der modernen Kundengewinnung nicht oder nur sehr schlecht nutzen. Täglich verschenken Sie so Kunden, Aufträge und Umsatz.

In diesem Beitrag werde ich Ihnen zuerst die drei größten Fehler von Webseiten für KMU zeigen und dann erklären, wie Sie diese ganz einfach umgehen können und so Ihre Webseite in einen voll automatisierten Verkaufsassistenten zu verwandeln, der für Sie verkauft – und das 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche.  Gespannt?

Die 3 größten Fehler von Unternehmenswebseiten

Nach zwei Jahren Berufserfahrung als Webdesigner, Freelancer und jetzt als Online Marketing Dienstleister stelle ich immer wieder mit Erschrecken fest, wie viele großartige Unternehmen so viel Potential ungenutzt lassen, weil sie einfach eine meist zwar hübsche, aber sonst unbrauchbare Webseite haben.

Fehler Nr. 1: Die Webseite ist nicht für die mobile Ansicht angepasst.

Und das ist ein extrem schwerwiegender Fehler, denn knapp 84% der deutschen Internetnutzer sind mit dem Handy online. Weltweit waren Ende 2016 mehr User mit mobilen Endgeräten online als mit Laptop oder PC. Dies zeigt ganz deutlich: Ihre Webseite MUSS für die mobile Nutzung optimiert werden, sonst lassen Sie sich viele Kundenkontakte entgehen.

Die ARD-ZDF-Onlinestudie schreibt zu diesem Thema:

Das Smartphone ist 2016 das meistgenutzte Gerät für den Internetzugang: Zwei Drittel der Bevölkerung und nahezu jeder 14- bis 29-Jährige geht darüber ins Netz. Einen enormen Schub gibt es bei der Unterwegsnutzung: So gehen 28 Prozent der Bevölkerung (19 Millionen) täglich unterwegs ins Internet, sei es in der Bahn, im Café oder bei Freunden – das sind zehn Prozentpunkte mehr als noch im Vorjahr. In der Altersgruppe der unter 30-Jährigen sind es bereits 64 Prozent, die täglich unterwegs auf Netzinhalte zugreifen.

Also gerade für Sie als Inhaber eines lokalen Unternehmens ist es in Ihrem Interesse, Ihre Webseite für die mobile Ansicht zu optimieren, um einfach mehr Kunden lokal zu gewinnen.

Übrigens: Auch die Suchmaschine Google sieht mobile Anpassung der Webseite (sog. “Responsive Design”) als Ranking-Faktor. Das bedeutet, dass Ihre Seite in den Google Suchergebnissen höher gerankt wird, wenn diese für das Smartphone optimiert wurde, was automatisch zu mehr Klicks und zu mehr Kunden führt. Dass mehr Klicks zu mehr Kunden führen, ist nicht zwangsläufig so, wird aber sehr viel wahrscheinlicher, wenn die nachfolgenden Tipps beachtet werden.

Also: Prüfen Sie, ob Ihre Seite für das Smartphone optimiert wurde, indem Sie die Seite mit dem Handy besuchen oder das Fenster Ihres Internetbrowers auf dem PC oder Laptop ganz klein ziehen. Passt die Seite sich nicht automatisch auf das neue Format an, informieren Sie umgehend Ihren Webmaster oder schreiben Sie mir eine Nachricht.

Prüfen Sie auch, ob sich die Seite wirklich einwandfrei bedienen lässt und jeder Button und jedes Bild auch mit dem Handy gut zu erkennen ist.

Fehler Nr. 2: Die Webseite sammelt keine E-Mail-Adressen

Dieser Fehler kostet Sie Geld – und das jeden Tag. Eine Webseite, die noch keine E-Mail-Adressen sammelt, macht grundlegend etwas falsch. Sammeln Sie die E-Mail-Adressen Ihrer Kunden, so können Sie diese ganz einfach mit einem geeigneten E-Mail-Marketingprogramm anschreiben und immer wieder zu Käufen und Aufträgen anregen. Auch können Sie die Kundenbindung und das Vertrauen zu Ihnen enorm stärken.

Der Internet-Gigant Amazon ist so erfolgreich geworden, weil dieses Unternehmen E-Mail-Marketing perfektioniert hat. Auch andere Firmen wie Groupon und Facebook, aber auch Barack Obama setzten auf E-Mail-Marketing als eine der effektivsten Werbeformen.

Mit E-Mails erreichen Sie Ihre Kunden direkt, persönlich und schnell.

Um E-Mail-Adressen zu sammeln, muss der Nutzer Zeit und Aufwand investieren, da er  zum einen seine E-Mail-Adresse in ein Feld eintragen muss, dann aber auch diese E-Mail-Adresse noch bestätigen muss, da in Deutschland ein sog. Double-Optin Pflicht ist. Damit der Nutzer diesen “Aufwand” betreibt, müssen Sie als Unternehmen ihm etwas bieten, im Austausch zu seiner E-Mail-Adresse. Dabei reicht es nicht aus, ihm einen “Eintrag in unseren Newsletter” anzubieten, um “immer über Neuigkeiten informiert zu werden”.

Besser funktionieren Dinge wie Gutscheine, Teilnahme an Gewinnspielen oder kleine Geschenke. “Tragen Sie Ihre E-Mail-Adresse in das Formular ein, um einen 10€ Einkaufsgutschein für ….. zu erhalten” , könnte eine mögliche Formulierung sein.

Schicken Sie ihm dann das versprochene Geschenk via Autoresponder zu. Wie das genau funktioniert, erfahren Sie aber auch noch in diesem Blog zu einem späteren Zeitpunkt.

Bieten Sie Ihrem Kunden etwas wirklich Wertvolles im Austausch zu seiner E-Mail-Adresse und Sie werden mit vielen Leads (Kontaktdaten von Interessenten) belohnt.

Fehler Nr. 3: Keine klare Nutzerführung, keine Benefit-Kommunikation, keine Call-To-Actions, schlechtes Nutzererlebnis

Der letzte Fehler ist ebenfalls schwerwiegend und kann Sie viele Kunden kosten.

Schlechtes Nutzererlebnis bedeutet, dass wichtige Informationen nicht sofort erreichbar sind. Das könnten z.B. Öffnungszeiten, Speisekarten oder Telefonnummern sein. Sind diese nicht mit einem Klick aufrufbar, verlässt der Interessent womöglich direkt wieder die Webseite und der Umsatz bleibt aus.

Platzieren Sie daher die wichtigsten Informationen (Kontaktdaten, Adresse, Speisekarte etc.) ganz oben auf der Startseite. Es sollte alles Wichtige mit höchstens einem Klick erreichbar sein.

Bei der Nutzerführung und der Benefit-Kommunikation werden ebenfalls noch viele Fehler gemacht. Viele Firmen bauen ihre Webseite eher wie einen Informationsflyer auf, anstatt wie eine Marketing-Maschine. Sie schreiben auf ihrer Webseite steckbriefähnlich etwas über ihre Firmengeschichte und die Produktpalette.

Doch das ist für den Kunden leider nicht interessant. Der Kunde will eine Lösung für sein Problem – nicht mehr und nicht weniger. Seit wann es das Unternehmen gibt interessiert ihn einfach nicht.

Kommunizieren Sie daher auf Ihrer Webseite Vorteile und Nutzen, die der Kunde von Ihrer Lösung hat. Sprechen Sie statt von “Wir” und “Ich” von “Ihnen” und “Du” statt von sich und Ihren Leistungen von Lösungsansätzen für den Kunden.

Tipp: Auch auf der “Über Uns” Seite sollten Sie nicht zu viel von sich und Ihrem Unternehmen erzählen. Schreiben Sie auch hier, wie Ihr Unternehmen dem Kunden helfen kann, sein Problem zu lösen.

Nachdem Sie die dem Webseitenbesucher verdeutlicht haben, welche Vorteile und welchen Nutzen Sie ihm bieten können, platzieren Sie Handlungsaufforderungen (eng. “Call To Actions, kurz: CTA) auf jeder Seite, damit der Nutzer weiß, was er jetzt zu tun hat. Ohne einen guten CTA verlässt der Besucher die Seite schnell wieder. Gute CTA sind in jeder Branche unterschiedlich, können aber z.B. so aussehen:

  • Rufen Sie jetzt an/Bestellen Sie jetzt …
  • Vereinbaren Sie jetzt eine kostenlose Erstberatung
  • Füllen Sie jetzt das Kontaktformular aus, um …
  • Schicken Sie jetzt ein unverbindliche Anfrage

 

Fazit

Das war es auch schon, mit den drei größten Fehlern von Webseiten für lokale Unternehmen.

Zusammengefasst:

  • Optimieren Sie Ihre Webseite für die mobile Ansicht
  • Sammeln Sie E-Mail-Adressen auf Ihrer Webseite, indem Sie die Besucher beschenken.
  • Kommunizieren Sie Vorteile und Nutzen Ihres Unternehmens und bauen Sie Handlungsaufforderungen in Ihre Seite mit ein.

 

Setzen Sie diese Dinge wirklich um, wird sich Ihr Umsatz steigern, das versichere ich Ihnen. Gerade weil so viele deutsche Unternehmen und Betriebe diese Tipps nicht anwenden, werden Sie Ihrer Konkurrenz meilenweit voraus sein!

 

Kennen Sie Kollegen und Partner, die diese Fehler machen? Schicken Sie Ihnen einfach den Artikel, sie werden sicherlich sehr dankbar sein.

Bei Fragen und Unklarheiten zögern Sie nicht, hier unter diesem Artikel einen Kommentar zu schreiben oder mir eine Mail zu schicken.

Danke fürs Lesen und Ihre Zeit!

Ihr Alexander Heeg

 

Bildnachweis: Designed by Freepik 

Nächster Beitrag
Warum Sie mit Zeitungsanzeigen Ihr Geld verbrennen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Menü